100 Jahre Spvgg

26. März 2010
Der Festakt zum 100jährigen.

Ein »bewegender« Auftakt der Jubiläumsfeierlichkeiten

Erwin Staudt sprach vom Teamwork, Bernhard Schuler lobte das außerordentliche Engagement und Thomas Hoene zeichnete schon zur Begrüßung die zahlreichen Aktiven der Vereinsarbeit mit einem »WIR bewegen was im Verein«– Aufkleber aus – all das prägte die besondere Stimmung dieses Abends: nicht Einzelne sondern das »WIR« stand im Vordergrund und so standen schließlich auch mehr als 100 Vereinsaktive auf der Bühne und nahmen ein kleines Dankeschön für ihren Einsatz entgegen.

Selbst das musikalische Rahmenprogramm wurde von Vereinsmitgliedern getragen. Anja Deichl konnte sechs Warmbronner Jugendliche gewinnen, die einige Stücke gemeinsam einspielten und auch der gemischte Chor der Sportvereinigung trug zur Unterhaltung der Gäste bei.

Im Anschluss an das offizielle Programm waren alle eingeladen, den Abend in gemütlicher Runde ausklingen zu lassen. Das Küchenteam um Inge Lachenmaier, Christel und Sabine Winter hatte appetitliche Antipasti-Teller vorbereitet, die reißenden Absatz fanden.

Nach diesem gelungenen Auftakt freuten sich nun alle schon auf die  Festtage am 24./25. Juli.

24. und 25. Juli 2010
Das Sportfest des Jahrhunderts.

Wir haben viel(e) bewegt!

Alles war vorbereitet, jede Menge Helfer eingeteilt, die Einkäufe  erledigt, die Halle bestuhlt, der Festumzug ordnungsgemäß angekündigt, die Straßensperrungen genehmigt — und dann das: es regnet. Die ganze Nacht hindurch nur Regen und der Blick morgens aus dem Fenster verhieß wenig Besserung. Mit den Bundesjugendspielen der Grundschule und einem  Fußball-Vierkampf für Kinder und Jugendliche sollte das lange angekündigte »Sportfest des Jahrhunderts« am Samstagmorgen starten. Natürlich war dazu auch die Sonne bestellt – doch da ging wohl was schief …

Aber absagen war nicht. Schließlich wurden in diesem Verein in den letzten 100 Jahren schon einige Höhen und Tiefen gemeistert. Da lassen wir uns nicht von Regentropfen abhalten. Das dachten wohl auch die Warmbronner Grundschulkinder, ihre Eltern, die Lehrerinnen und natürlich der Rektor, Herr Seiler. Alle waren sie da, gut gelaunt und sportlich motiviert – trotz des Regens. Das Sportabzeichen-Team des Vereins freute sich sehr über die große Hilfsbereitschaft der Eltern, die zahlreich an den einzelnen Stationen zur Unterstützung bereit standen.

Bei soviel Einsatzfreude hatte dann auch Petrus ein Einsehen. Der Regen hörte auf und zwischendurch durfte sich sogar die Sonne dieses bunte Treiben auf dem Sportplatz anschauen. Nur die Sprint-Disziplin wurde wegen des Verletzungsrisikos aufgrund der feuchten Tartanbahn ausgelassen, somit werden die Endauswertung und die Siegerehrung nachgeholt.

Die Fussballer konnten alle Disziplinen problemlos durchführen und schnell war der Kunstrasenplatz mit Jungs und Mädchen der unterschiedlichsten Altersklassen bevölkert (vereinzelt haben auch interessierte Mamas ihr Ballgefühl getestet ;-)). Bei der Siegerehrung um die Mittagszeit wurden Urkunden und viele interessante Preise an die erfolgreichen Sportlerinnen und Sportler verteilt.

Schon ab 11.30 Uhr hieß es dann für alle »Willkommen im Spanferkel-Biergarten«. Unter den großen weißen Festzelten hatten sich die Musiker der ASG/JKG-Bigband eingefunden (darunter auch einige Schüler aus Warmbronn), sie sorgten unter der Leitung von Rolf Beuchert mit ihren Jazz- und Swingdarbietungen für optimale Biergarten-Atmosphäre. Der leckere Spanferkel-Braten tat ein Übriges und schnell waren die Bänke im »Biergarten«besetzt.

Und plötzlich war es halb zwei. Die Siegerehrung des Luftballon-Wettbewerbes, der im Rahmen des Warmbronner Maifestes ausgetragen worden war, stand an. 38 Karten sind von netten Findern zurück geschickt worden. 164 km hatte der Gewinner-Ballon zurückgelegt. Der Absender, Tobias Schäfer, hat sich riesig über seinen Preis, ein Flugzeug-Modellbau-Set, gefreut. Schon am nächsten Tag kam er mit dem fertig zusammen gebauten Flieger zum Fest und hat allen stolz sein neues Spielzeug präsentiert.

Nach der Siegerehrung standen die »Warmbronner Jahrhundertspiele« auf dem Programm. 17 Mannschaften hatten sich vorangemeldet und da war richtig was geboten auf dem Rasenplatz. Mindestens drei, maximal fünf Personen, eine davon jünger als 14 – das war die Bedingung. Und dann traten sie an: Familien, Nachbarn, Freundinnen, Mannschaftskameraden –  eine sehr bunte Mischung, die spannende Wettkämpfe erahnen ließ. Und so war es dann auch: viel Spaß beim Tandem-Skifahren, beim »Menschen-Cheeseburger-Stapeln«, beim Taucherflossen-Lauf und Wasserstrahl-Zielen, aber auch ein paar Tränchen gehörten dazu, denn mindestens eine Mannschaft musste immer ausscheiden. Das wurde zum Glück mit farbenfrohen Lollys versüßt…

Zum Schluss war es dann richtig knapp: eine vergessene »Käsescheibe« im Cheeseburger-Spiel entschied über Sieg oder Niederlage. Entsprechend frenetisch war der Jubel der Sieger. Einen riesigen Pokal durften sie entgegen nehmen. Doch auch die Zweitplatzierten gingen nicht leer aus, sie freuten sich schließlich sehr über den Inhalt des Riesen-Bonbons, das sie überreicht bekamen.

Nun war erst einmal Pause angesagt, doch für viele begann der eigentlich Stress: die Wandlung vom sportlichen Spieler zum festlichen Ballgast in weniger als 2 Stunden – das dürfte weltrekordverdächtig werden… Aber: die Warmbronner meistern auch solche Herausforderungen souverän. Pünktlich 19.30 Uhr waren die Sektgläser gefüllt und standen zur Begrüßung der Gäste des Warmbronner »Ball des Sports« bereit. 252 Karten waren schon vorab verkauft und auch an der Abendkasse bestand noch rege Nachfrage. Die Musiker von »tone::trip« sorgten für eine Super-Stimmung und die Tanzfläche war den ganzen Abend über gut gefüllt. Bis auf die Zeit in der das angekündigte Show-Programm lief. Hier hatten sich verschiedenste Vereinsgruppen einiges einfallen lassen rund um das Thema »Tanzen«: eine beeindruckende Rhönrad-Show, Volleyball – mal ganz anders, ein Standard-Kurzprogramm des spontan gegründeten Tanzkreises und eine »heiße« Performance der Jazz- und Modern-Dance-Gruppe zum Titel »36 Grad« hielten die Zuschauer im Bann. Diese demostrierte Sportlichkeit motivierte dann auch noch die bis dahin »Sitzengebliebenen« zum Tanzen und die Enttäuschung war groß, als die Band schließlich den letzten Titel ansagte. Ein bißchen was ging dann schon noch – aber es hätte sicher einige gegeben, die locker die Nacht durchgetanzt hätten…

Die Organisatoren hatten allerdings schon den nächsten Morgen im Blick und da war an gemütliches Ausschlafen eher nicht zu denken. Um 9.30 Uhr begann der ökumenische Gottesdienst, der unter dem Motto »Mit ganzem Einsatz« stand. Die originelle Ausstattung, die stimmungsvolle Begleitung durch die Kinderchöre der Sportvereinigung und den Warmbronner Posaunenchor, die anregenden Beiträge zahlreicher »Aktiver«, vor allem aber auch die eindrucksvollen Worte von Martin Trugenberger und Jürgen Oettel sorgten dafür, dass die vielen Gottesdienstbesucher einen besonders bewegenden Auftakt dieses Festtages erleben durften. Das anschließende Prosecco-Frühstück unter strahlend blauem Himmel trug ein Weiteres zu dieser einzigartigen Stimmung bei.

Somit waren optimale Voraussetzungen für den großen Festumzug durch den Ort gegeben. Das Wetter spielte mit, alle waren bester Laune und jede der insgesamt 29 Gruppen, die sich für den Umzug angemeldet hatten, wartete mit originellen Ideen und aufwändig gestalteten Wägen, Plakaten und/oder Kostümen auf. Als kurz nach 14 Uhr die Freigabe erfolgte, setzte sich ein wirklich besonderer Zug in Bewegung: der grün-weiße Büttel, die Blaublütigen vom Hinter-Berg, Zwergen-Power, Marschmusikanten, »Grätsch-Ton«-Sänger, Konfetti-Löwen, Rhön-Radler und Mountainbike-Youngsters, (Tischtennis-)Platten-Stars und Schwarz-Gürtel-Kämpfer, Kutschen-Stifter und die Kettcar-»Gemeinde«, Netzkünstler und Matratzen-Roller, große Gärtner und kleine Tiere, Brandbeschleuniger und Yoga-»Entschleuniger«, die Fußballjugend und die Jugendhaus-Fußballer, und, und, und…

Die, die nicht mit dabei waren, standen am Straßenrand und gehorchten bereitwillig den Vorgaben der Turnkinder, die »Bitte jubeln und klatschen!« auf ihr Plakat geschrieben hatten. Es wurde viel gejubelt und geklatscht, fotografiert und gefilmt, dazwischen auch ein bißchen geschrien, wenn die Feuerwehr mal wieder mit einem löchrigen Schlauch löschen musste und das Wasser mehr die Zuschauer als den »Brandherd« traf.

Diese tolle Stimmung hielt sich für den Rest des Tages. Das schöne Wetter auch. Die Lyra gab noch ein Platzkonzert vor der Halle, die Kinder-Tanzgruppe präsentierte orientalische Tänze, man traf sich, konnte ganz entspannt auf der Wiese sitzen oder sich einen Bierbank-Platz ergattern, nette Begegnungen gab es auch beim Schlangestehen am Grill ;-)) – es war schön und die nächsten Hundert werden wir wieder so feiern, oder?